Montag, 25. Mai 2015

Weg mit dem Giersch!

Habt ihr in eurem Garten auch so schrecklich viel Giersch??? Furchtbar und man bekommt ihn nicht ausgerottet, völlig unmöglich! Wikipedia bezeichte Ihn als "ausdauernde krautige Pflanze" und das ist sehr nett formuliert.  Selbst mit meiner kleinen "Gartenhilfe" ist dem Giersch nicht beizukommen ;-)


 Und deswegen habe ich dem Giersch den Kampf angesagt und esse ihn einfach auf :)

Jetzt lacht ihr vielleicht, aber man kann Giersch essen.  Und damit meine ich nicht, dass man ihn essen "kann", so wie Rasen in grünen Smothies oder Pesto aus Möhrengrün... (habe ich schon mal probiert, gruselig). Nein, man kann und sollte  ihn ruhig essen. Giersch ist reich an Kalium, Eisen, Vitamin C und Karotin.  Im Mittelalter wurde er in den Klöstergärten als Heilpflanze gegen Rheuma und Gicht geschätzt. Er schmeckt ein wenig wie Spinat und kann auch so verwendet werden. Die ganz jungen Triebe können roh in Salat oder Kräuterquark gegessen werden. Ältere, größere Blätter werden gegart.

Im April wächst ja auch der Bärlauch und der erste Schnittlauch.  Alle drei harmonieren sehr gut miteinander.  Neben Kräuterquark oder -butter, mag ich sehr gerne eine Kräuter-Getreide-Suppe. Das Rezept stammt von meiner Mutter und ist eine weitere schöne Öko-Kindheitserinnerung.

Kräuter-Geteide-Suppe
1 Liter Gemüsebrühe
100 gr. frisch gemahlenes Vollkornmehl
1 kleine Zwiebel

1 Handvoll frische Kräuter - Giersch, Schnittlauch, Bärlauch (gehackt)
1/2 Becher Schmand
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Rapsöl 

  • Zwiebel fein hacken und in Öl andünsten.
  • Das Mehl in der Brühe verrrühren, zu den Zwiebeln in den Topf gießen und aufkochen. (Bitte nicht erschrecken, die Suppe sieht nun grau und hässlich aus)
  • Unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis die Suppe sämig wird. 
  • Schmand und Zitronensaft einrühren und die Kräuter hinzugeben.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


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